Benken im Bann des Jugendsports

An einem der grössten Jugendsporttreffen der Ostschweiz begeisterten über 1500 junge Turner das zahlreich erschienene Publikum. Aus regionaler Sicht stachen im Vereinswettkampf Benken und Schänis mit Kategoriensiegen heraus.

Zum zweiten Mal hintereinander fand sich die sportbegeisterte St.Galler Jugend im Turnermekka Benken zum kantonalen Jugendturnfest ein. «Diese Wiederholung macht durchaus Sinn, weil man damit von den Erfahrungen aus dem Vorjahr profitieren kann», so OK-Chef Thomas Hofstetter. Mit über 1500 Teilnehmern in 18 Disziplinen ist der organisatorische Aufwand in der Tat gewaltig – nur schon die Zeitplanung der Wettkämpfe mit dem gestaffelten Mittagessen und die Rangierung der Vereine stellen an eine Organisation mit einem Heer von Funktionären höchste Ansprüche. Trotz guter vorhandener Infrastruktur bei der Rietsporthalle mussten zahlreiche zusätzliche Bauten und Festzelte für den Anlass erstellt werden. Der zahlenmässig grosse STV Benken, der sein 125-jähriges Bestehen mit diesem Anlass krönte, meisterte aber auch diese Hürden mit Bravour. Das Modell von Benken mit der Wiederholung nach einem Jahr dürfte demnach auch nächstes Jahr von Bütschwil übernommen werden.

Originelle Disziplinen gezeigt
Für den reibungslosen und fairen Sportbetrieb sorgten rund 70 Kampfrichter. Nebst den rein turnerischen und gar olympischen Disziplinen wie Geräteturnen, Stafetten, Kugelstossen, Hochsprung, Aerobic und den Laufwettbewerben konnten auch originelle Wettkämpfe wie eine schweizerische Form von Rugby-Lauf, ein Biathlon- sowie ein Intercross-Lauf als auch Ballwurfarten bestaunt werden.

Überall auf den Wettkampfanlagen wurde verbissen um jeden Punkt gekämpft. Trotzdem kam auch der Spass im Team nicht zu kurz. Leo Seliner aus Schänis, einer der dienstältesten Jugi-Betreuer im Kanton, sagte es so: «Solche Events fördern den Gemeinschaftssinn unter den Jugendlichen, bedeuten aber vielfach auch den ersten Schritt ins Vereinsleben.»

Das Jugendturnfest war ein reiner Vereinswettkampf. Jedes Resultat wurde gewertet, wobei nicht nur Schnelligkeit im Vordergrund stand: Oftmals zählten auch andere Fertigkeiten gepaart mit dem Gesamteindruck. Vor allem die Gymnastikvorträge mit Geschicklichkeit, Optik und Rhythmus gestalteten sich als Herausforderung, womit sie sich zum Publikumsmagneten entpuppten. Vor der Haustüre präsentiert Die Kinder und Jugendlichen wurden je nach Alter – die Jahrgänge 2001 bis 2006 waren in der Oberstufe, 2007 und jünger zählten zur Unterstufe – und in diverse Stärkeklassen eingeteilt. Ebenfalls massgebend war die Teilnahme am einteiligen oder dreiteiligen Wettkampf. Insgesamt sechs Vereine aus dem Linthgebiet nahmen die Chance war, sich quasi vor der Haustüre dem Publikum zu präsentieren. Dabei gelangen zwei Vereinen, nämlich dem gastgebenden STV Benken in der zweiten Stärkeklasse mit einem absoluten Spitzenresultat von 28,66 Punkten und der Jugi Schänis in der dritten Stärkeklasse, der Sprung auf das oberste Podesttreppchen. Ebenfalls noch unter die drei Besten schaffte es der STV Kaltbrunn.

Weitere gute Plätze belegten im dreiteiligen Wettkampf der TV Eschenbach als Fünfter mit 27,53 Punkten, Rapperswil-Jona mit 23,45 Punkten im 14. Rang sowie Tuggen im einteiligen Programm im siebten Rang mit 9,37 Punkten.

 

Dieser Bericht stammt von Hildegard Giger und ist in der Südostschweiz vom 17.09.2018 erschienen.

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